Lockjagd - Die hohe Kunst

Wild anlocken und erlegen – das ist eine hohe Kunst. Lies weiter, wenn Du erfahren willst, auf welche Wildarten die Lockjagd ausgeübt werden kann und welche Lockinstrumente sich am besten eignen.

Die Blattjagd

Die Lockjagd in der Blattzeit ist wohl die am häufigsten ausgeübte Lockjagd in Deutschland. Ursprünglich wurden mit einem Blatt Laute erzeugt, die die Böcke anlocken sollten. Manche geübte Jäger greifen neben glattrandigen Blättern auch auf einen Grashalm, ein Stück Papier oder einen Geldschein zurück.

Vorteil eines natürlichen Blatters, wie dem typischen Buchenblatt liegt natürlich in der Verfügbarkeit. Fast überall kann man ein Blättchen abzupfen, falls man sein Lockinstrument zu Hause vergessen hat – und das auch noch kostenlos. Inzwischen wurden verschiedene künstliche Lockinstrumente entwickelt, da das Blatten mit dem Buchenblatt viel Übung erfordert und nur noch von wenigen Jägern erfolreich beherrscht wird.

Hier einen kurze Übersicht über bekannte Blatter:

  1. Rottumtaler Blatter
  2. Nordik-Roe
  3. Buttolo Gummiball
  4. Buttolo Mundblatter
  5. Weisskirchen-Edelholzmundblatter
  6. Weisskirchen Fiep Piu
  7. Hubertus Reh-Fiep

Schwarzwild locken

Ist das möglich? Darüber gibt es in der Jägerschaft verschiedene Meinungen. Doch der Lockjagdexperte Klaus Demmel hat es versucht und Erstaunliches erlebt. Auch Wildschweine reagieren auf Locklaute eines Schwarzwildlockers. Zu beachten ist bei der Lockjagd auf Sauen, dass die Laute von niedrigen Sitzen erzeugt werden sollten, denn die intelligenten Tiere haben schnell begriffen, dass ihre Artgenossen nicht auf Bäumen sitzen.

Hirsche rufen

Hast Du Dich schon einmal mit einem Hirsch unterhalten? Nein? - Kein Wunder, das Hirschrufen wird auch als die „Hohe Schule“ der Lockjagd bezeichnet und erfordert viel Übung. Wenn es jedoch gelingt in der Brunftzeit des Rotwildes, also im September, Oktober einen Nebenbuhler vorzutäuschen und damit den Platzhirsch aus der Deckung zu locken, spürst Du, dass sich das ganze Warten und Üben gelohnt hat.

Ein uriges Gefühl ist das, wenn es im kalten Morgengrauen plötzlich neben Dir kracht und Du die hellen Geweihenden aus der Dickung leuchten siehst. Als Hirschrufer werden spezielle Ochsenhörner, Tritonschneckengehäuse, Heracleumrohre (der hohe Stängel des Riesenbärenklaus) oder der Eifelhirschruf genutzt.

Fuchsreizjagd

Wenn die Nächte klirrend kalt sind, und die Landschaft von einer weißen Schneedecke überzogen ist, schnürt der Fuchs auf der Suche nach Fressbarem umher. Dann kommen verschiedene Lockinstrumente zum Einsatz, die die Aufmerksamkeit des Fuchses erregen sollen: Hasenklage, Hasenquäke oder Mäusepfeifchen.

Lockjagd auf Waschbären

Im Gegensatz zum Fuchsreizen, werden bei der Lockjagd auf Waschbären arteigene Laute nachgeahmt. Für die erfolgreiche Jagd werden zwei Laute erzeugt: Das Kampfgeschrei, das normalerweise beim Streit um Futter ertönt und ein feines Zirpen, das der Kommunikationen zwischen den Tieren dient. Klaus Demmel hat für die Lockjagd auf den Waschbär ein spezielles Lockinstrument entwickelt: Den Rottumtaler Waschbärlocker.

Doch das war's noch nicht mit der Lockjagd. Auch auf Vögel ist die Jagd mit Lockinstrumenten erfolgsversprechend, wobei zu den Lauten auch Lockbilder eingesetzt werden.

Hier einen kurzen Überblick, auf welche Vögel die Lockjagd ausgeübt werden kann:

  • Gänsejagd
  • Die Jagd auf Krähen
  • Lockjagd auf Tauben
  • Kormorane locken

Lockjagd

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